Steinteppiche & Natursteinplatten

Steinteppiche & Natursteinplatten

Was ist wissenswert?

Was ist wissenswert?

Natursteinplatten und Steinteppiche

Bodenbeläge in Form der Natursteinplatten und Steinteppiche erfreuen sich seit einigen Jahren einer steigenden Beliebtheit. Das gilt für Außenbereiche genauso wie für Innenräume. Dazu tragen verschiedene Materialeigenschaften und andere Vorteile bei. Außerdem steigt das Interesse an der Gestaltung der Fußböden mit naturnahen Optiken, weil sie das Wohlbefinden des Menschen fördern. Zudem lassen sich mit Steinteppichen auch die Designs formen, die von den Fans von Feng Shui bevorzugt werden.

Aus welchen Grundmaterialien bestehen Steinteppiche?
Die Steinteppiche unterscheiden sich in Marmorsteinteppiche und Kiessteinteppiche. Marmorsteinteppiche nutzen kleine Bröckchen mit oft scharfen Kanten. Je nach Herkunft weisen die Kiesel aus Marmor verschiedene Farbnuancen auf. Carrara-Marmor aus Italien präsentiert sich mit einer weißen bis hellgrauen Farbgebung. Estromez-Marmoraus Portugal weist hellbraune bis rötliche Farbtöne auf. Graue bis grüne Farbnuancen bringt Kittilä-Marmor aus Finnland mit. Wer einen sehr hellen Marmorsteinteppich haben möchte, ist mit Naxos-Marmor aus Griechenland bestens beraten. Preiswerter „einfacher“ Kies für Steinteppiche ist an den zumeist vollständig gerundeten Formen zu erkennen. Sie entstehen beim Transport der Steinbröckchen von den Gebirgen bis in die Ebenen in den Bächen und Flüssen. Die Farben von Kies für Steinteppiche reichen von Weiß über verschiedene Grautöne bis hin zu braun-grauen Farbnuancen.

Welches Material kommt bei der Verlegung von Steinteppichen hinzu?
In Außenbereichen werden die Marmorkiesel und Flusskiesel als Gemisch mit PU-Harzen verlegt. Die Bezeichnung steht für Bindemittel auf der Basis von Polyurethan. Diese Art von Kunstharz weist eine gegenüber den Epoxidharzen bessere Resistenz gegen Verfärbungen durch den Kontakt mit der UV-Strahlung der Sonne auf. Diese Besonderheit sollten beispielsweise Immobilienbesitzer/-innen beachten, die sich einen Steinteppich oder Marmorsteinteppich für den Wintergarten wünschen. In Innenräumen, die keiner unmittelbaren UV-Strahlung ausgesetzt sind, kommen bevorzugt Epoxidharze zum Einsatz. Sie sind nach der Aushärtung keine gesundheitliche Gefahr. Das beweist allein die Tatsache, dass sie beispielsweise zur Sanierung von Trinkwasserleitungen verwendet werden.

Welche Vor- und Nachteile haben Steinteppiche und Marmorsteinteppiche?

Ob Steinteppiche wasserdicht sind, hängt von der Stärke der Harzschichten ab. Bei einer vollständigen Überdeckung der Kiesel sind sie wasserundurchlässig. Trotzdem empfehlen Fachleute für Fußbodentechnik in Innenräumen sowie auf Dachterrassen die Verlegung ausschließlich auf einem wasserdichten Untergrund (Beschichtung oder Folie). Werden die Kiesel nicht vollständig von den als Bindemittel verwendeten Harzen überdeckt, bieten sie eine gute Rutschfestigkeit. Bei einer Überdeckung entstehen sehr glatte Böden.

Besonderheiten der Natursteinplatten als Bodenbelag
Bei den Natursteinplatten gibt es eine Unterscheidung in Hartgesteine und Weichgesteine. Marmor zählt sich zur Gattung der Weichgesteine, die eine geringere mechanische Resistenz als die Hartgesteine aufweisen. Das in der Fußbodentechnik am häufigsten verwendete Hartgestein ist Granit. Die Farbe hängt von der jeweiligen Verteilung der dort enthaltenen Minerale ab. Hohe Anteile von Kalifeldspat und Orthoklasfeldspat sorgen für rötliche Farbnuancen. Plakioglasfeldspat und Quarz verleihen dem Granit eine graue bis bläuliche Färbung. Biotit ist für die dunkelbraunen bis schwarzen Farbtupfer verantwortlich. Natursteinplatten aus Granit als Bodenbelag gelten als sehr resistent gegenüber einer mechanischen Beanspruchung. Sie sind deshalb auch für stark genutzte Bereiche (Küche, Eingänge und Flure) bestens geeignet.

Welche weiteren Vorteile haben Natursteinplatten?
Einen entscheidenden Pluspunkt bieten Natursteinplatten durch die immense Formatauswahl. Großformate kommen bevorzugt als Wand- und Bodenschutz in Duschen sowie als Bodenbelag im gesamten Bad zum Einsatz. Sie verringern im Vergleich zu kleinformatigen Fliesen die Anzahl der Fugen und somit das Risiko von Wasserschäden durch undichte Fugen. Die Verlegung der Großformate reduziert den Zeitaufwand beim Innenausbau von Neubauten sowie bei der Sanierung. Ein sehr praktisches Extra ist die Tatsache, dass es passend zu den Natursteinplatten für Fußböden auch Platten zur Belegung der Wände sowie für die Nutzung als Treppenstufen und die vertikale Schließung der Zwischenräume zwischen den Treppenstufen gibt.

Fußbodenheizung: Wie sieht es bei Steinteppichen und Natursteinplatten aus?

Steinteppiche lassen sich problemlos mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Zwar sind die als Bindemittel verwendeten Harze schlechte Wärmeleiter, aber die Wärmeleitfähigkeit hängt viel stärker von den darin enthaltenen Kieseln ab. Dabei bieten Marmorkiesel und Marmorplatten die besten Werte. Nach der Verlegung der Rohre der Fußbodenheizung kann der Steinteppich per Steinschüttung vorbereitet und einer gleichmäßigen Verteilung und Glättung der Bindemittel abgeschlossen werden. Weil die Bindemittel vor der Aushärtung gute Fließeigenschaften aufweisen, entsteht ein perfekt waagerecht ausgerichteter Fußboden. Natursteinplatten nehmen die Wärme ebenfalls gut auf und verteilen sie sehr gleichmäßig. Das vermeidet spürbare (punktuelle) Unterschiede der Temperatur der Fußböden. Die größte Effizienz bei der Nutzung einer Fußbodenheizung verzeichnet die Verlegung im sogenannten Dünnbettverfahren (maximal 10 Millimeter Mörtel unter den Natursteinplatten).

Steinteppiche & Natursteinplatten: Wie ist der Wartungs- und Pflegeaufwand?
Bei Natursteinplatten kommt es (vor allem in Nassbereichen) auf die regelmäßige Kontrolle und Wartung der Fugen an. Die Reinigung ist dank der großen und glatten Flächen sehr einfach. Mechanische Schäden (beispielsweise Kratzer) lassen sich mit speziellen Politurpasten oder einem Nachschleifen beheben. Bei Steinteppichen spielen die Bindemittelschichten eine große Rolle. Überdecken sie die Kiesel komplett, ist der Reinigungsaufwand mit den Großformaten der Natursteinplatten vergleichbar. Ragen die Kiesel aus der Bindemittelschicht heraus, ist der Reinigungsaufwand etwas erhöht, denn dort müssen gelegentlich Bürsten oder Schrubber zum Einsatz kommen, um den Schmutz komplett zu entfernen.

Fazit: Steinteppiche und Natursteinplatten sind moderne Arten der Fußbodenbeläge, die sich bestens für die Kombination mit umwelt- und klimafreundlichen Heizungen eignen. Sie erfüllen auch höchste Ansprüche an den Nutzerkomfort. Sie haben Interesse? – Lassen Sie sich von unseren Fachleuten beraten!