Kork versus Laminat

Kork versus Laminat

Was ist wann der Gewinner?

Was ist wann der Gewinner?

Kork versus Laminat

Bei der Suche nach einem hochwertigen Belag für den Fußboden rangieren Kork und Laminat in der Gunst der Kundinnen und Kunden weit vorn. Das gilt vor allem bei der Bestückung von Mietobjekten, wo für die Verlegung von Steinteppichen, Natursteinplatten sowie Estrichböden eine Genehmigung der Verwaltungen oder Eigentümer/-innen erforderlich ist. Laminat und Kork gehen keine feste Verbindung mit der Bausubstanz ein und können jederzeit spurlos wieder entfernt werden. Deshalb ist dafür in der Regel keine Genehmigung erforderlich, sofern es keine speziellen Klauseln mit Ausschlüssen im individuellen Mietvertrag gibt.

Was haben Laminat- und Korkböden gemeinsam?
Die Bedeutung eines hochwertigen Thermoschutzes steigt nicht nur mit Blick auf die Gesetze, die eine immer umfangreicher werdende Einsparung von Heizenergie in allen Arten von Gebäuden fordern. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer/innen sowie Mieter/-innen handeln aus Eigeninteresse, weil die Preise für Wärmelieferanten steigen und sie parallel einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten möchten. Kork- und Laminatböden sind dabei gern gewählte Helfer, weil sie einen soliden Thermoschutz mit einem hohen Nutzerkomfort kombinieren. Zudem ist die Verlegung bei beiden Arten von Fußbodenbelägen so einfach, dass sie auch ein handwerklich einigermaßen geschickter Mensch allein realisieren kann, ohne dass er dafür Spezialwerkzeug benötigt. Die beste Wahl für den Laien in der Sparte Laminatböden ist das sogenannte Klicklaminat.

Wo liegen die spezifischen Vorteile von Korkböden?

Kork ist ein natürliches und nachwachsendes Material, das für die Nutzung in Europa überwiegend von der Korkeiche gewonnen wird. Sie ist im Westen von Spanien und Italien sowie in Portugal heimisch und trägt dort zur schnellen Erholung der Wälder nach Waldbränden bei. Deshalb wird sie auch der Gattung der Pyrophyten zugeordnet. Dort werden Baumarten zusammengefasst, die einen guten Eigenschutz gegen Feuer- und Hitzeschäden haben. Dabei spielt die dicke Korkschicht eine wichtige Rolle. Korkböden weisen eine sehr schlechte Wärmeleitfähigkeit auf und bieten sich deshalb als Ergänzung des bauseitig vorhandenen Thermoschutzes für Erdgeschossbereiche und ebenerdige Wohnbereiche ohne Unterkellerung förmlich an. Korkplatten ohne Zusatz von künstlichen Bindemitteln kommen deshalb auch als Unterfütterung für andere Arten von Bodenbelägen (beispielsweise Laminat) zum Einsatz.

Warum sind Korkböden noch eine gute Wahl als Fußbodenbelag?
Bei Kork handelt es sich um Zellen, die sich nach dem Absterben mit Luft füllen. Sie sind durch die Lufteinschlüsse sehr elastisch. Außerdem sorgt die von Natur aus vorhandene Wasserundurchlässigkeit für weitere Pluspunkte. Sie macht Korkböden als Fußbodenbelag bei optimal gestalteten Wandübergängen auch für Nassbereiche wie das Bad interessant. Die enorme Elastizität bewirkt eine Trittstoßdämpfung und Trittschalldämmung. Die stoßdämpfende Wirkung hat einen gesundheitsförderlichen Aspekt, denn die Gelenke und die Wirbelsäule (hier insbesondere die Bandscheiben) werden beim Laufen auf Korkböden geschont. Das sollten vor allem Menschen wissen, die in der Wohnung gern barfuß laufen. Dabei entfällt die Stoßdämpfung, die hochwertige Hausschuhe üblicherweise mitbringen.

Fakten und Daten rund um den Fußbodenaufbau mit Laminat

Laminatböden bestehen aus mehreren Schichten. Das geschichtete Material hat die Innenausstattung von Gebäuden bereits ab den 1920er Jahren erobert. In der Fußbodentechnik kommt Laminat seit den 1970er Jahren zum Einsatz. Dafür musste zuerst die HPL-Technik entwickelt werden. Das Kürzel steht für „High Pressure Laminate“. Durch die Hochdruckverpressung wurde der Schichtaufbau für die Verwendung als Fußbodenbelag ausreichend belastbar. Die Einsatzgebiete hängen von den Beanspruchungsklassen ab, die in der Norm EN 13329 definiert wurden. Für Schlafzimmer reicht danach die Beanspruchungsklasse 21, während die Norm für Küchen und Flure die Klasse 23 ausweist. Beim gewerblichen Einsatz sind je nach zu erwartender Beanspruchung die Klassen 31 bis 34 vorgesehen.

Aus welchen Schichten und Materialien setzt sich Laminat zusammen?
Das Kernstück der Laminatböden stellt die Trägerplatte dar. Dafür eignen sich sowohl MDF-Platten als auch HDF-Platten. Sie unterscheiden sich durch die Faserdichte, wobei HDF-Platten die qualitativ bessere Wahl sind. Unter den Holzfaserplatten befindet sich der sogenannte Gegenzug. Dabei handelt es sich um eine Beschichtung, die ein Verformen der Paneele durch mechanische Belastungen verhindert. Die gleiche Aufgabe hat die auf die MDF-Platten aufgebrachte „Underlay“-Schicht. Darüber befindet sich bedrucktes Papier, das für das sichtbare Design von Laminat zuständig ist. Den Abschluss bildet die Deckschicht (auch „Overlay“ genannt). Sie enthält spezielle Klebstoffe (meistens auf Melaninbasis), die durch die Zugabe des Minerals Korund die mechanische Widerstandskraft verstärken und die Entstehung von Druckstellen verhindern.

Wie schneidet Laminat beim Thermoschutz und Schallschutz ab?

Für einen guten Schallschutz benötigen Laminatböden eine Verlegeunterlage. Dafür verwenden die Fachleute für Fußbodentechnik meistens preiswerte Filzbahnen. Aber auch Korkplatten bieten sich dafür an. Viele Hersteller bieten inzwischen Laminat an, bei dem die Verlegeunterlage bereits werksseitig vorhanden ist. Erste Varianten dieser Art kamen in Deutschland im Jahr 1999 auf den Markt. Dicke Verlegeunterlagen haben den Vorteil, dass sie kleine Unebenheiten des Bodens ausgleichen. Dadurch wird in vielen Fällen die Vorbereitung der Fußböden durch die Aufbringung von Ausgleichsmasse überflüssig. Laminatböden schneiden durch ihren Materialmix und ihre endgültige Stärke beim Thermoschutz gut ab.

Pflegeaufwand bei Laminat- und Korkböden: Was ist wissenswert?
Korkböden sind im Punkt Wasserbeständigkeit den Laminatböden überlegen. Bei Laminat kann nicht sofort weggewischte Flüssigkeit durch die Verlegefugen in die MDF- oder HDF-Platten eindringen. Das führt zu einem Aufquellen, einer Verformung und infolgedessen zu Spannungsrissen. Deshalb sollte Laminat keine Nassreinigung bekommen, sondern lediglich trocken oder feucht gereinigt werden. Bei Korkböden ist bei gut geschlossenen Verlegefugen problemlos auch eine manuelle oder maschinelle Nassreinigung möglich. Nennenswerter Wartungsaufwand fällt weder bei Korkböden noch bei einem Laminatfußboden an.
Sie möchten wissen, ob Laminatböden oder Korkböden für Ihre Räume die bessere Wahl sind oder Sie aufgrund spezieller Anforderungen zu einer anderen Art der Fußbodenbeläge greifen sollten? – Nutzen Sie bei einer persönlichen Beratung die Erfahrungen und das Wissen unserer Fachleute für Fußbodentechnik!